6. Januar 2013

Orphaned Land - Verwaistes Land

Limited Edition
Century Media Records Ltd. 2011


Zugegeben, meine musikalischen Vorlieben im Bereich Metal liegen gut 20 Jahre zurück. Heute bestehen nur noch Fragmente aus dieser Zeit welche sich darin äußern, dass ab und an mal eine CD von Apocalytica, Manowar, Samael oder des Trans-Siberian Orchestra den Weg in meinen Player findet. 
Ich wurde aber mehr als neugierig als ich auf Qantara.de einen Bericht über eine israelische Metal-Band namens Orphaned Land las: Quelle

Eine Band aus Israel die laut diesem Bericht schon einiges bei der Völkerverständigung zwischen Juden und Muslimen in der arabischen Welt erreicht hat, obwohl sie in den meisten dieser Ländern verboten ist, machte mich neugierig. Ich bestellte mir also  



Orphaned Land - The Road to OR SHALEM

Was soll ich sagen? Meinen entwöhnten Ohren gefiel was sie hörten, auch wenn es sich um eine Mischung aus Death- und Doom-Metal handelt. Die Musik ist aber sehr melodisch und die Originalität und mein Gefallen spiegeln sich hauptsächlich in dem Einfluss orientalischer Elemente wieder. Neben der üblichen Instrumentalisierung von Schlagzeug, Bass und Gitarre kommen auch Instrumente wie die Oud (arabische Gitarre) oder das Kanun (eine arabische Zither) zum Einsatz. Liegt es an dieser unkonventionellen Mischung, musikalisch wie auch sprachlich (bei dieser Band findet eine interessante Mischung englischer und hebräischer Texte statt)? Oder ist es ihr unerschütterlicher Glaube, dass alle Menschen, egal welcher religiösen Zugehörigkeit, friedlich zusammen leben können und auch Musik eine übergreifende Religion sein kann. Zumindest bestätigen einige arabische Fans auf der Bonus DVD diese Hoffnung auf Frieden.
Für mich hat sich dieser Kauf jedenfalls gelohnt. Vielleicht mag der ein oder andere ja mal reinhören, auf YouTube gibt es einige Lieder, hier drei Beispiele: 


Barakah 

New Jerusalem

Norra El Norra

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