1. März 2013

Ludovic Roubaudi - Der Hund von Balard (Hörbuch)


"So schön und traurig wie ein Lied von Edith Piaf" Le Monde



Der Audio Verlag - ISBN 3-89813-403-2
Klappentext 
"Eine Handvoll Rauhbeine, Zeltbauer, Tagelöhner ohne Geld, leben am Rand der bürgerlichen Existenz und brauchen für ein zufriedenes Leben kaum mehr als ein gutes Essen bei Maman Rose mit anschließender Prügelei. Eines Tages läuft ihnen ein räudiger Köter zu, Weinsix, der sich als geborener Zirkushund erweist. In den Kerls dieser Truppe bricht langsam die rauhe Schale auf, und ein großer Traum nimmt gestallt in ihrer Phantasie an: Sie wollen einen Zirkus gründen. Wie sie diesen Traum umsetzten und wie er endet, davon handelt dieser herzzereißende Roman, den Dietmar Bär mit einfühlsam nuancierter Stimme zwischen grob und feinfühlig zum Leben erweckt."


Was gehört zu einem Zirkus außer den Artisten und Tieren? Die Menschen, die dafür sorgen, dass der Zirkus funktioniert.
In dieser Geschichte geht es um die Zeltbauer, die rauen Burschen, die am Rande der Gesellschaft und am Existenzminimum leben, ihren Wochenlohn schneller versaufen als es einem lieb sein kann und sich hin und wieder eine Prügelei gönnen.
Eines Tages läuft diesem Trupp ein herrenloser Hund mit entzündeten Zahn zu. Das Übel, der schlechte Zahn, ist schnell beseitigt und der Hund, eine liebe Seele und Promenadenmischung in der dritten Generation,  der sich wohlfühlt in dieser rauen Runde, bleibt. 

Getauft auf den Namen "Weisnix" gehört er niemandem und schenkt seine Zuneigung allen, verbringt  mit allen Zeltbauern ein wenig Zeit und übt mit jedem seiner menschlichen Freunde ohne Mühe ein anderes Kunststückchen ein.
So stellt sich schnell heraus, dass Weisnix ein ganz besonderer Hund ist, ein "Subjekt".
Dieses für eine für die Dressur hochbegabte Tier -es lernt freiwillig- wird das Leben dieser Truppe verändern, sie gründen einen Zirkus, den Zeltbauerzirkus.

Kann das aber gut gehen? Reicht es, sich hierbei auf das Glück in Form des Hundes Weisnix zu verlassen, oder ist Glück so flüchtig wie ein Wimpernschlag?

Ohne Kitsch und rührige Klischees taucht man ein in diese Welt, die viel Raum für Menschlichkeit lässt, aber kaum Hoffnung auf ein besseres Leben.

Wunderbar ruppig und doch sanft erzählt Dietmar Bär die Geschichte um den Hund von Balard. Fein und einfühlsam spricht er, man nimmt ihm den Ich-Erzähler in der Truppe der Zeltbauer bedingungslos ab. Auch wenn das Hörbuch mit knapp 2,5 Stunden eine gekürzte Fassung ist, Dietmar Bär macht sie vollständig.

Für seinen Debütroman wurde der Autor mit dem "Prix Carrefour Savoir Dü Premier Roman" und dem "Prix Cinélect 2003" ausgezeichnet. Eigentlich kein Wunder jobbte er nach dem Abitur unter anderem als Zeltbauer beim Zirkus. 

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