28. April 2013

Tom Robbins - Völker dieser Welt, relaxt!

rororo - ISBN:3-499-23546-3


Klappentext  
"Ein CIA-Agent unterwegs im Auftrag der Großmutter
Was haben ein zur Nonne gewordenes Nacktmodell, ein Urwaldmagier, eine Großmutter, eine reizvolle Lolita und der Papst gemein? Sie sind Alptraum und Erlösung für CIA-Agenten Switters:
ein vom Staat bezahlter Anarchist, ein knarretragender Pazifist und ein keuscher Lebemann, den nur zwei Fragen umtreiben:
wie man eine Frau ins Bett kriegt und wie man die bedrohte Weltordnung rettet.

Switters ist ein Held wie er im Buche steht. Aber nur in diesem!"





Es gibt Autoren bei denen es mir schwer fällt etwas zu dem gelesenen Buch zu schreiben, einfach weil die Handlung so abstrus und verrückt ist. Tom Robbins ist so ein Autor. Nach Pan Aroma nun das zweite Buch aus seiner Feder welches ich gelesen habe.

Wie sollte eine kurze Inhaltsangabe zu diesem Buch aussehen ? Ungefähr so:
Switters arbeitet bei der CIA, ist Mitglied bei C.R.A.F.T. (Can't Remember A Fucking Thing) und wird von seiner Großmutter gebeten ihren Papagei in den Dschungel zu bringen um ihm die Freiheit zu schenken. Dabei wird Switters von einem Schamanen mit der Kopfform einer Pyramide und dem Namen "Heute ist Morgen" verflucht und sitzt seitdem im Rollstuhl, obwohl er laufen könnte. Der Rollstuhl ist nur ein Weg dem Fluch zu entkommen, denn wer weiß, vielleicht ist der Fluch tatsächlich tödlich. 

Hört sich nicht spannend an? Ist es auch nicht, bereitet aber beim Lesen zumindest mir das reinste Vergnügen. Es gibt tatsächlich keine erkennbare fortlaufende Handlung. Die Geschichte ist wirr, schräg, unterhaltsam und beleuchtet dabei das tägliche Spiel um Sex, Drogen, Alkohol und Gott, sowohl im christlichen als auch im islamischen Bereich.
 
Ich lese Tom Robbins aus Freude am Lesen, nicht mehr und nicht weniger. Hier ist der Weg das Ziel. Man muss sich fallen lassen und auf die Geschichte einlassen. Punkt. 

Tom Robbins ist kein Autor für jeden Leser. Wer Probleme mit John Irving hat, sollte von diesem Schreiber die Finger lassen. Wer aber Irving mag, oder noch besser, Matt Ruff - Fool on the hill mit Begeisterung gelesen hat wird seine reine Freude an diesem skurrilen Schreibstil haben. 

Vielleicht stimmt es ja doch, das Zitat der Financial Times auf dem Buchrücken: "Der wildeste Schriftsteller der Welt!"

Kommentare:

  1. Fool on the Hill war großartig, ebenso die Stadtwerke...
    Du machst mit deiner Rezension neugierig.
    LG
    Barbara

    AntwortenLöschen
  2. So soll es sein :-). Mir hat allerdings "Pan Aroma" noch einen Ticken besser gefallen.
    "Fool on the Hill" war wirklich großartig, "G.A.S. die Trilogie der Stadtwerke" wartet noch auf den richtigen Lesemoment.

    AntwortenLöschen
  3. "Fool on the Hill" hab ich vor vielen Jahren auch gelesen, fand ich sehr interessant. Ruff's "Ich und die anderen" steht noch ungelesen im Regal, kommt aber bald dran... und Irving hab ich sowieso immer schon gemocht. Deshalb hat mich Deine Rezension neugierig gemacht, werde mir das Buch von Robbins auf meine "to read"-Liste setzen!

    AntwortenLöschen
  4. Oh das freut mich. Falls es denn eine von euch gelesen hat: ich bin auf euer Urteil gespannt. Vielleicht findet ihr es ja ganz doof

    AntwortenLöschen

LinkWithin