12. August 2013

Sonnenschein und glücklich sein



Auch wenn die meisten Menschen in unseren Breitengraden Temperaturen jenseits der 30 Gradmarke eher im Urlaub, denn im Alltag ertragen können: Ich fand sie schön, die sommerlichen Temperaturen mit Nordafrikafeeling.





Urlaubsgefühle im Alltag, ein Eis mehr genossen, oder auch mal ein Eis selbst gemacht.
Der Tag wird wegen hoher Temperaturen langsamer angegangen und beendet. 

Entschleunigung durch Hitze. Ist doch gar nicht so schlimm, oder? 







Ich bin ein Sonnenkind, ich mag den strahlend blauen Himmel. Ich sitze lieber vor einem Ventilator, als vor einem Heizofen. 
Sind der feuchte kalte graue Herbst -Stichwort Nebel- sowie der kalte Winter, eher dazu da sich einzuigeln und an einen Becher mit heißem Tee zu klammern, so zieht es einen bei den sommerlichen Temperaturen raus. 

 
 
Raus in der Mittagspause, raus  in die Natur, raus zu anderen Menschen. Der Sommer ist kommunikativ, eindeutig.

 

Manchmal beschert er auch neue Freunde auf 4 Pfoten. Dachkatzen vom Nachbarhaus, die beim eigenen Nachbarn die Bratwurst aus der Pfanne stibitzen, oder die Wohnung, wie praktisch, als Abkürzung von hinten nach vorne, oder umgekehrt, wer weiß das schon so genau, nutzen.

Und photogen ist er, der Sommer mit strahlend blauem Himmel.
Wie schön sieht doch manch ein Motiv im Sonnenschein, oder unter einem Himmel ohne Wolken aus. Wie hier Fallschirmspringer in Grefrath.

  


Oder eine Bartagame, die sich in der Sonne räkelt

  


 Und Sonnenschein im Blätterlaub, schön. 
 

Für meinen Vater, gesundheitlich sehr angeschlagen und körperlich eher gebrochen, war die Hitze ein Jungbrunnen, Medizin. Sein Rollator ist nicht mehr vor ihm sicher und er flitzt mit dem Teil wieder durch die Gegend wie ein alter Ägypter noch so flitzen kann, wenn ihm die Wärme gut tut. Man kann seine Herkunft nicht verleugnen, ich auch nicht. Sonnenkind eben. 

 

Kommentare:

  1. Dann koste mal die schönen Tage bis zur Neige aus! Was mich auf deinen Bildern allerdings etwas wundert, dass bei euch die Bäume und Wiesen noch so schön grün sind. Meine Eltern erzählten mir am Telefon, dass in den letzten Wochen bei ihnen alles mehr oder weniger vertrocknet ist, selbst viele alte Bäume!

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  2. Leider haben sich die Temperaturen wieder dem deutschen Klima angepasst. Sonne satt und viel Wärme gibt es zur Zeit nur am Nachmittag, wenn man Glück hat, aber zum Wochenende soll es wieder schöner werden.
    Die Wiesen haben hier auch gelitten, die Bilder mit der Bartagame sind schon ein paar Wochen alt. Bei den Bäumen ist es recht unterschiedlich, der eine bekommt gelbe Blätter, der andere ist noch im schönsten Grün. Botanisch kann ich aber keine Antwort liefern warum das so ist. Ach, ich habe auch gesehen, wie die Stadt das Grünzeug gegossen hat. Vielleicht halten sich von daher einige Bäume so tapfer.

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  3. Ich wusste gar nicht, dass du ägyptische Wurzeln hat, das erklärt natürlich das Interesse an dem Land.

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  4. Ganz genau. Mein Vater ist aus Ägypten, meine Mutter ist Deutsche. Somit bin ich, im grauseligen Neudeutsch, ein Kind mit Migrationshintergrund.
    Mein Vater hat seine Heimat verlassen, da er es, nach eigenen Aussagen, als katholischer Christ beruflich nicht sehr weit gebracht hätte. Ansonsten ist er mit seinem Land sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite sehr kritisch mit seinen Geschlechtsgenossen, auf der anderen Seite darf keine Kritik geäußert werden, alles wird durch die mehr als rosarote Brille gesehen.
    Leider war das Ägyptische in meinem Elternhaus nicht sehr präsent, mein Vater wollte / konnte / durfte es nicht ausleben. Es wurde ab und an ägyptisch gekocht und alle Jubeljahre ging es nach Ägypten, aber das war es auch schon.
    Ich habe bei mir die letzten Jahre eine undefinierbare innere Unruhe gespürt, seitdem ich konstant nach Ägypten fahre geht es mir besser.
    Aufgrund der genannten Umstände muss ich mir Ägypten alleine erarbeiten, aber das funktioniert bisher ganz gut, auch durch die geknüpften Kontakte.
    Interessanterweise erkenne ich in vielem vor Ort das Verhalten meines Vaters wieder. Im Unterbewussten bin ich wohl deutlich geprägter als ich es bewusst wahrnehme. Ich mache typische Touristenfehler, aber intuitiv auch vieles einfach aus dem Bauch raus richtig. Und ich habe ein Urvertrauen in die Menschen wenn ich vor Ort bin, das ist unglaublich. Also bleibe ich am Ball und werde weiter über Ägypten berichten.

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  5. Ich freu mich schon auf deine Berichte. Und obwohl ich keine Wurzeln in einem Sonnenscheinland habe, ist mir jeder heiße Sommer mit 30 Grad oder mehr viel, viel lieber, als das gruselige nasse, kalte Grau, das sich hier so häufig um uns herum ausbreitet.

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  6. Jemand, der auch den Sommer mag. Sehr sympathisch.
    Wieso bist du denn schon wieder da? Ich wollte doch noch einen Kommentar auf deinem Blog hinterlassen. Hole ich noch nach.
    Der nächste Bericht wird allerdings nur literarisch aus Ägypten kommen können.
    Für den nächsten Urlaub ist eine Woche Andalusien gebucht. Gut, da waren die Araber auch schon. Ich kann mich eben nicht ganz trennen.

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  7. Ooooooh, Andalusien ist toll! Da wünsch ich dir ganz viel Spaß. Wir waren vor einigen Jahren dort und ich habe selten so etwas beeindruckendes wie die Alhambra in Granada gesehen. Vergleichbar mit den marokkanischen Palästen in Marrakesch. Ein wirklich schöner Landstrich. Viel Spaß wünsch ich dir.

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  8. Alle die bereits da waren, sagen wie schön Andalusien sei. Ich bin schon sehr gespannt und erfreut neugierig. Es wird aber anstrengend werden, da aufgrund vieler schöner Städte eine 1-wöchige Rundreise geplant ist. Jede Nacht ein anderes Hotel. Aber egal, wenn nicht jetzt, wann dann?

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