Wolfram Fleischhauer - Schweigend steht der Wald

DROEMER - ISBN: 978-3-426-198544-4

Klappentext:
'"Und eins sag ich euch: diese Frau liest den Wald so wie keiner von uns."

Es ist kein Zufall, dass es die Forststudentin Anja Grimm zu einem Praktikum in den tiefsten Wald Deutschlands verschlägt. Dort hat sie als Kind Urlaub gemacht, und dort verschwand vor zwanzig Jahren ihr Vater auf einer Wanderung. Bei den Dorfbewohnern läuten die Alarmglocken: Was hat die junge Frau hier zu suchen, nach so langer Zeit? Und was, wenn sie etwas findet - etwas Dunkleres, als jeder Fremde ahnen kann?





Ein Wald erzählt Geschichten, doch kaum einer vermag sie zu verstehen, für diese Menschen schweigt der Wald. 
Nicht so für Anja Grimm. Als Forststudentin versteht sie den Wald und entlockt ihm gar ein Geheimnis welches nicht entdeckt werden soll.
Vor zwanzig Jahren hat Anja mit ihren Eltern im Bayrischen Wald ihre Ferien verbracht. Ferien in denen ihr Vater spurlos verschwunden ist. War es ein Unfall, bei dem ihr Vater stürzte und von wilden Tieren gefressen wurde? Oder war es Mord? Ein Mord, den vielleicht der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach verübt hat? 
Nun ist Anja zurückgekehrt in diesem Wald, um als Praktikantin Bodenproben zu entnehmen und zu kartieren. 
Anja wird bei ihrer Arbeit beobachtet und nicht alle sind erfreut über ihre Aktivitäten.
Im Gegenteil, Anja macht die Dorfbewohner nervös. Kurz nach ihrem Erscheinen geschehen ein Mord und ein Selbstmord. Die Polizei benimmt sich ihr gegenüber eigenartig. 
Anja wird hellhörig. Hängen die Vorkommnisse mit dem Verschwinden ihres Vaters zusammen? Kann sie das Geheimnis um sein Verschwinden lösen?
Wolfram Fleischhauer versteht es geschickt in diesem Roman mit Klischees und Vorurteilen zu spielen, man kann sich dieser Düsternis der Dorfbewohner und ihrer Gedanken kaum entziehen.
Dabei lockt der Autor den Leser nicht nur auf falsche Fährten, sondern zeigt wie man mit dem richtigen forstwirschaftlichen Sachverstand dem Wald ein Geheimnis entlockt, um ihn anschließend mit einem düsteren Teil der deutschen Geschichte zu konfrontieren. 

Der Name Grimm scheint hier nicht zufällig gewählt. Doch nicht unbedingt wie ein Märchen liest sich dieser Roman, sondern spannend wie ein Krimi macht er deutlich, dass es noch viel von dieser deutschen Vergangenheit aufzuarbeiten gibt.

Kommentare

  1. Geniales Cover!
    Und der Rest klingt auch so, als lohne es sich, dieses Buch zu lesen.
    LG
    Barbara

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  2. Es lohnt sich wirklich. Ich mag seine Bücher sehr gerne. Unbedingt lesenswert sind auch "Die Frau mit den Regenhänden" und "Drei Minuten mit der Wirklichkeit"

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