Olen Steinhauer - Die Kairo-Affäre

Karl Blessing Verlag - ISBN: 9783896675194

Klappentext:
Alles beginnt mit einem Wort: Stumbler. Ein längst verworfener Plan der CIA, der vorsah, mithilfe lybischer Exilanten das Gaddafi-Regime zu stürzen. Jetzt verschwinden diese Männer, einer nach dem anderen, ein Analyst aus dem CIA-Hauptquartier in Langley ist wie vom Erdboden verschluckt, und ein amerikanischer Diplomat, Emmet Kohl, wird wie aus dem Nichts erschossen. Die Fäden dieses verworrenen Netzes von Ereignissen laufen in Kairo zusammen. Hier ringen, am Vorabend des arabischen Frühlings, die Geheimdienste aus aller Herren Länder um Kontrolle. Und Sophie Kohl versucht hier, den Mord an ihrem Mann aufzuklären. Doch Information ist in der paranoiden Welt der Täuschungen und Tarnungen das teuerste Gut, das es gibt.






Ich habe das Buch glücklicherweise in einer Leserunde auf Literaturschock.de gelesen. Der Autor lässt den Leser sehr lange im Trüben fischen, da ist es tröstlich zu wissen, dass man nicht alleine beim Trübenfischen ist. 

Emmet Kohl, ein amerikanischer Diplomat, wird in Budapest, beim Abendessen in einem Restaurant, kaltblütig erschossen. Seine Frau Sophie wurde Zeugin dieses Mordes und versucht nun diesen aufzuklären. 
Dazu begibt sie sich nach Kairo. Die Metropole in welcher ihr Ex-Geliebter lebt und der Ort an dem alle Fäden zu diesem Mord zusammen zu laufen scheinen. Bei der Frage nach dem Täter wird sie in den Abgrund der Welt der Geheimdienste schauen. 

Ja, das Buch war spannend und fand an einem meiner Lieblingsschauplätze, Kairo, statt. Trotzdem war und bin ich mir nicht sicher, wie mir das Buch gefallen hat.
Zum einen lag es an meinem Leseverhalten, es tut dem Genre Thriller nicht gut nur an Wochenenden gelesen zu werden. Ein Thriller ist schnell, so will er auch gelesen werden. 
Wenn dann noch eine erhebliche Anzahl an Figuren in einem Roman vorkommt, macht dies die Sache nicht gerade leichter.
Das ist auch schon der erste Kritikpunkt an dieser Geschichte. Es waren viele Personen im Spiel, aber keine wurde mir als Leserin richtig sympathisch oder unsympathisch. Die Figuren schwammen mehr oder weniger in einer grauen emotionslosen Suppe.

Der Handlungsort Kairo kam auch nicht richtig zur Geltung.

Interessant war die Einbindung wirklicher Begebenheiten des arabischen Frühlings in die Geschichte, so dass sie immerhin ein wenig authentisch wirken konnte. Allerdings wurden die Greueltaten der realen Geheimdienste nicht im Ansatz wiedergegeben, wie man sie den Nachrichten jedoch immer wieder entnehmen konnte und kann. 
Von daher weiß ich immer noch nicht, ob ich das Buch mit dem "bisschen" Realität eingwoben in viel Spannung nun gut oder schlecht finden soll

Kommentare

  1. Na, da ist das Lesen ja doch nicht ganz den "anderweitigen" Beschäftigungen zum Opfer gefallen! Hab ich doch gewußt!!! LG

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  2. Es war aber das einzige Buch, wie bereits erwähnt, welches ich im Juni gelesen habe. Das erste Buch im Juli habe ich mangels Begeisterung auch gegen ein Anderes eingetauscht. Aber der Juli ist ja noch jung :-D

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