10. September 2014

GU - VEGAN für Faule

Gräfe und Unzer, ISBN: 978-3-8338-4039-5


Klappentext:

Vegan kochen - und dabei völlig entspannt sein?
Aber ja! Hier gibt es einfache Rezepte für alle, die lässig und bequem tierfrei genießen wollen: mit fixen Zutaten, flotten Ideen, mit Tipps & Tricks fürs vegane Kochen, Backen und Grillen. Und es ist für jeden Geschmack etwas dabei - ob deftig, mediterran, asiatisch, orientalisch oder fruchtig süß. Worauf also warten: Auf geht's zum veganen Kochspaß!






Ich kann beim Kochen ganz schön faul sein, auch wenn es nicht vegan sein muss. Egal, unter dem Motto "Vegan ist für alle da" habe ich mir das neue Buch aus der Serie Kochen für Faule zugelegt. 

Wie gewohnt ist die Zubereitung der einzelnen Rezepte aus dieser Kochbuchreihe tatsächlich schnell, die reine Arbeitszeit liegt bei 10 Minuten bis circa 30 Minuten. 

Die Rezepte geben sich alltagstauglich, was schon beim Einkauf beginnt, denn die vegane Küche kann dem ein oder anderen Neuling gelegentlich bereits beim Einkauf der Zutaten den Schweiß auf die Stirn treiben. Chiasamen (gute Quelle für pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, gern für kalten Pudding verwendet) zum Beispiel, oder Kala Namak (Schwarzsalz, dient als geschmacklicher Ei-Ersatz), sind  nicht im standardmäßig sortierten Supermarkt oder Discounter zu finden. Diesem Umstand kann man mit diesem Buch getrost begegnen, denn er findet nicht statt. An Tofu und Sojajoghurt hat sich die Welt bereits gewöhnt, von daher sind diese Zutaten zumindest im gut sortierten Supermarkt zu finden. Viel exotischer wird es nicht.

Hilfreich für Neueinsteiger dürften die Informationen zu veganen Lebensmitteln sein, eine Doppelseite sortiert ob die Zutaten im Supermarkt oder in der Drogerie erhältlich sind.

Frühstück, Mittagessen, Kuchen, selbstgebackenes Brot, das Buch deckt das ganze Spektrum ab. Sogar ein sommerliches Grillspektakel ist berücksichtigt. Die Rezepte sind dabei, bis auf wenige Ausnahmen, für zwei Personen angegeben.

Ein Salat und eine Suppe wurden bereits von mir für gut befunden.

Kichererbsen aus der Dose mit Öl und Marinade nach Rezept in der Pfanne anbraten.


Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Mit Tomaten und einigen Zutaten vermischen.


Nach Wunsch ein bisschen Blattsalat dazu und fertig ist ein leckerer Salat. Würde man es keinem verraten, würde auch keiner denken, dass der Salat jetzt vegan ist. Lecker ist er trotzdem. Oder gerade deshalb?


Auch ein um 21.00 Uhr zubereiteter Gemüseeintopf mit Graupen konnte als Mitternachtssnack Suppe für die Mittagspause am nächsten Arbeitstag überzeugen, vom Geschmack und der Zubereitungszeit.



Lediglich das Gebäck, erfreulicherweise auch aus bekannten Lebensmitteln gefertigt, kann Rätsel aufgeben. Deutet die Beschreibung "[...] und 2 Dosen Mandarinen (300g) samt Saft glatt verrühren." nun darauf hin, dass 2 Dosen Mandarinen á 300g Inhalt gebraucht werden, oder sind die 300 Gramm das erforderliche Gesamtgewicht? Ein wenig mehr Klarheit hätte ich mir hier schon gewünscht, neige ich nicht unbedingt zu Experimenten wenn es schnell gehen soll.



Der Kuchen zeugt von einer ungenauen Mengenangabe der Dosenmandarinen mit Saft, ...


was zu einer etwas längeren Backzeit, zwecks Entsaftung führte, dem Geschmack aber keinen Abbruch tat.


Es gibt immer mehr Vegetarier und Veganer, so manch eine Einladung wird vielleicht aus diesen Gründen nicht ausgesprochen, denn vor dem Rätsel "was kann ich denn da kochen?" stehen zumindest in Bezug auf die Veganer immer noch viele Omnivoren . Mit diesem Buch gibt es keine Ausrede mehr, der Titel "Vegan für Faule" hätte auch aufgrund der für den Verlag typischen guten Qualität - was den Geschmack der Rezepte - angeht auch leicht "Vegan für alle" lauten können. Unabhängig davon ist es tatsächlich ein Kochbuch für alle, die nicht den ganzen Tag in der Küche stehen können oder wollen und gerne mal auf tierische Produkte verzichten möchten.

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