14. Januar 2015

Luxusweib

Ich bin ein Luxusweib. 
Bei diesem Satz wird den meisten Menschen die mich kennen wohl der Kaffee aus dem Gesicht fallen vor Lachen. Aber er ist wahr. Natürlich unter Berücksichtigung der persönlichen Definition von Luxus. Ich brauche keine Statussymbole, habe kein Haus, fahre kein großes Auto.
Bücher sind für mich ein absoluter Luxus, mit der Zeit die es braucht sie zu lesen. 
Freie Meinungsäußerung, Gleichberechtigung (bitte jetzt nicht der Laus in den Allerwertesten geschaut), soziale Absicherung. Für uns selbstverständlich, wenn man sich jedoch in der Welt so umschaut ein unglaublicher Luxus.

Und dann doch, auch ich bin materialistisch. Zumindest ein wenig. So war ich nach Weihnachten mit sehr guten Freunden in Düsseldorf um der Kultur in drei Museen zu huldigen (Katharina Grosse/ Museum Kunstpalast,  Paul Klee und Max Slegvogt / Kunstsammlung NRW, Joel Meyerowitz / NRW-Forum). 

Später sollte meiner Nase noch  eine Freude bereitet werden. 
Ein kleiner Ausflug in eine wirklich schön eingerichtete Pafümerie brachte mir so ein albernes Täschchen ein mit dem ich dann durch die Gegend spazierte. Immerhin gefüllt mit meinem absoluten Lieblingsduft. Nach Jahren hat mein Parfum endlich wieder den Weg in mein Badezimmer gefunden. Es ist aber auch zu dumm, dass sich so ein Riechorgan an einen Geruch gewöhnt und dieser nicht mehr wahrgenommen wird. Eine Zwangspause für die olfaktorische Wahrnehmung eben. 
Mein Geruchsinn hat sich direkt wieder an den Wohlgeruch erinnert. Welch eine Freude für jede einzelne Riechzelle, mein Hirn und meine positiven Gefühle. 
Die Duftnote wird als blumig-orientalisch beschrieben. Die Kopfnote aus Bergamotte und Mandel verliert sich in einem Herzen aus Ylang-Ylang, Rose, Jasmin und Iris. Der Fond verführt mit Vanille, Moschus und Tonkabohne.
Ja, ja. Für mich riecht es einfach warm und kuschelig, mit einem Hauch nach Marzipan. Lecker. Punkt. 

Um diesem Luxus zu huldigen wollte ich ihn fotografisch (Fotoapparat, noch so ein Luxusding) mein Denkmal setzen. Es ist mir gelungen, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Ein Bild, welches den Luxus ein wenig wiederspiegelt. Edel, in schwarz-weiß mit schönen Spielen von Licht und Schatten. 

Wie der Duft heißt wird hier aber nicht verraten, soviel Luxus darf sein.

Kommentare:

  1. Welch schöne Flasche! :)
    Dir nach Jahren mal ein Parfum zu gönnen, finde ich eigentlich gar nicht besonders materialistisch. Luxuriös schon eher, wenn ich mir die Preise von manchen Parfums so anschaue. Leider riechen die billigen tatsächlich oft auch nicht so sehr gut, finde ich...

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    1. Die billigen Parfums riechen vielleicht nicht so gut. Schlimmer finde ich, dass alle gleich riechen, vor allem wenn es so ein Modeduft ist.

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  2. Woher wusstest du, dass mir der Kaffee aus dem Gesicht fällt? *lach*
    Mir gefällt das Foto gut, ich sollte meinem Lieblingsparfüm vielleicht auch mal eine Fotosession gönnen, immerhin bin ich diesem Duft locker 15 Jahre treu.
    Und Luxus ist wirklich eine Frage der Definition und der jeweiligen Lebenssituation. Verglichen mit der Welt ist es schon Luxus, die Grundbedürfnisse wie Wohnen, Essen und Trinken, gedeckt zu haben. Wie viele Millionen Menschen haben das nicht regelmäßig?
    Wichtiger finde ich, das zu schätzen zu wissen, was wir hier haben, egal welchen Luxus man sich so gönnt (Parfüm, schön Essen gehen, ein neues Kleidungsstück, die Meinung frei zu äußern) und es nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
    LG Pat

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    1. Ich kenne euch eben. So einige Jahre hat mein Lieblingsduft auch auf dem Bukel. Und ja, man darf es wirklich nicht vergessen und als selbstverständlich hinnehmen unseren Luxus. Und das pure Glück aus Zufall hier geboren zu sein.

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  3. Ein sehr gut gelungenes Foto eines Luxus, den ich auch zu schätzen weiß. Ich bin nämlich eine Nase. Und der mutet die Umwelt sehr viel Unangenehmes zu. Deshalb muss ich mir da ab und an Auszeiten gönnen. ;-)
    LG
    Astrid

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    1. Ja, Gerüche sind schon so eine Sache. Ich bin auch eine Nase, viele Emotionen und Erinnerungen laufen bei mir über den Geruchssinn.

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