6. Juni 2015

Wenn das Leben dir keine Zitronen gibt, ...

... gibt es auch keine Limonade. Nur Sekt, oder Selters. Soll sich ja auch ganz gut trinken lassen.

Leben kann so gemein sein, im Großen und im Kleinen. Im Kleinen ist es meist viel schlimmer, zumindest fühlt es sich so an.
Gerade gelernt, eigene Probleme sind ganz ganz schlimm, der Rest der Welt kratzt sich am Kopf und weiß nicht so genau. Die kleinen Probleme, für manche ganz groß.

Wenn in einem dieser kleinen Momente drei Säulen deines kleinen Lebens wegbrechen und du alleine da stehst (ob nun real oder nur gefühlt spielt keine Rolle) solltest du vielleicht die Wahl deines Deos überdenken. Gut riechen und "ohne Aluminium" ist nicht einfach umsetzbar. Sekt oder Selters eben. 

Ja, Liebeskummer ist ein schlimmer Kummer, geschenkt. 
Freundeskummer (Freundschaft, eine der drei benannten Säulen in dieser Geschichte) ist nochmal was ganz anderes. Eine tote Katze fühlt sich in dieser Situation besser, bestimmt. Wer wird schon gerne abserviert und ausrangiert? Außergewöhnliches verliert sein Prädikat. Gewöhnlich klingt noch maßlos übertrieben.
Märchenprinz und edles Ross sind derweil für ein anderes Happening gebucht.  

Unter Berücksichtigung persönlicher Vorlieben sind folgende Handlungen schnellstmöglich und natürlich positiv und ergebnisorientiert  in die Tat umzusetzen, denn die Sache mit dem Prinzen - siehe oben.

Genügend Papiertaschentücher in unmittelbarer Reichweite halten und weinen für die Wissenschaft. Nach wie vielen durchgeheulten Tagen dehydriert ein Körper? 
Könnte ggf. sehr zeitaufwendig werden.

Alleine in die Mittagsvorstellung des Kinos gehen und sich vorstellen den Kinosaal ganz für sich und eine Sondervorstellung gebucht zu haben. Für 10 Euro ein tolles Gefühl, wenn denn genügend positive Phantasie vorhanden ist. 

Den Rat eines Freundes (huch, da gibt es ja doch noch welche) beherzigen und nur noch an sich denken. Was kümmern einen die andern, die tun einem nur Weh. 
Kann das eine Lösung sein? Es gibt doch bereits genügend Egoisten auf dieser Welt. Ein Kompromiss: die drei E im Leben streichen. Ohne Erwartung keine Enttäuschung und keine Einsamkeit. Klingt logisch! Praktikabel? Testen.

Die Krone auf dem Haupt gerade dengeln, richten und hoch erhobenen Hauptes weiter schreiten.

Weiter mit dem Schlimmsten rechnen. 

Den Rat eines noch anderen Freundes beherzigen und sich freuen, dass alles knüppeldick auf einmal kommt, erspart zumeist weitere Unannehmlichkeiten. Ein Gedanke der nicht uninteressant erscheint und in den engeren Focus rücken sollte. 



Wer kein dickes Fell hat, sollte einfach das Weite suchen, auch eine Option

Kommentare:

  1. Das mit dem Egoist sein in solchen Momenten, hat was für sich. Aber nicht im "egoistischen", also negativem Sinne, weil dies implizieren würde, dabei anderen wehzutun. Aber einfach mal nur für sich selbst da sein, ist gar nicht so schlecht....Die Anderen, die uns wehgetan haben, aus dem Sinn bekommen und sich auf sich selbst besinnen. In so einer Phase des "Sich Entrücken" von allem klären sich viele Dinge, danach geht's uns meistens wieder besser. Und natürlich gibt es noch den schönen Satz von Kazantzakis: Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei....! LG und ein "besinnliches" Wochenende....

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    1. Danke für die lieben Worte. Ich drücke es mal so aus: Ich freue mich schon darauf wenn es mit mir wieder aufwärts geht. Dir ein schönes Wochenende.
      Ich flüchte gleich zum Fotografieren in den Zoo.

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    2. Na, das hoffe ich doch! Ab in den Zoo, damit wir weitere so schöne Bilder von Dir zu sehen bekommen.........!

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  2. Verdraengen ist leider keine Loesung. Die Probleme, die Sorgen oder das erfahrene Leid lauern hinter der naechsten Ecke und bereiten bereits die naechste Attacke vor. Meiner Meinung nach ist "Augen zu und durch" die bessere Loesung. Einmal (auch mal fuer eine laengere Zeit) den Rotz richtig ausheulen und den Frust und die Wut rauslassen und dann hinter sich lassen. Es geht einem einfach besser. Ich selbst leide vermutlich an PTWS (post traumatic war syndrome) was wahrscheinlich zu meinem Zusammenbruch vor zwei Jahren fuehrte. Daher mein Rat: stell dich der miesen bzw. leidvollen Situation und verarbeite es bzw. setz dich bewusst mit ihr auseinander, weglaufen/verdraengen ist keine Loesung.
    Liebe Gruesse aus Bangkok,

    Holger

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    1. Hallo Holger, nein Verdrängen ist keine Lösung. Ich mache genau das, was du in deinem Kommentar beschreibst, aber es braucht Zeit. Und nach 9 Tagen hatte ich mir gedacht ich schreibe mir den Schmerz mal von der Seele. Außerdem weiß ich, dass der Schmerz und die Enttäuschung irgendwann nachlassen. Ich weiß nur noch nicht wann dieses irgendwann ist. Wird schon wieder werden. Da muss ich alleine durch, da kann mir sowieso keiner richtig bei helfen.
      Traumatisch ist das jetzt nur bedingt und im Zusammenhang mit anderen Aspekten, aber verdrängt wird nichts, versprochen.

      Liebe Grüße nach Bangkok

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  3. Stimmt, Weglaufen ist keine Lösung, die Sorgen sind meistens schneller. Wenn es einmal durchlebt ist mit allen auch unschönen Facetten ist es abgehackt. Und dann kommt Neues.

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