27. September 2014

Ägypten im August - Teil 3


Kein Urlaub ohne Bildung, Bildungsurlaub. Dieses mal gibt es Sesam, bei den Ägyptern alleine schon als Tahina sehr beliebt. Sesam wächst als einjährige Pflanze und erinnerte mich als Nichtbotanikerin irgendwie an ein zu groß geratenes Kartoffelgewächs, wobei die Körner in einer Kapsel wachsen. Wieder etwas gelernt.





Da ist der Kaffee in Kapseln keine Idee aus der Neuzeit, Sesam in Kapseln gibt es schon seit circa 2000 v.Chr.




Zuckerrohr, erntefertig verpackt

Auch wenn man sich als Tourist in den Badeorten schon ziemlich westlich fühlt ist Ägypten noch immer ein Land welches uns mehr als fremd ist. Zurück auf dem Weg nach Hurghada fand eine fast schon traditionelle Blutfehde genau in der Ecke dieser Felder statt. Ganze Familien rüsten sich, da irgendwer in der Vergangenheit irgendwem unrecht getan hat, oder so. Leider ist dieses Mal ein Mensch gestorben wie man mir erzählt hatte. 
Als Tourist muss man jedoch keine Angst haben, bisher wurde kein Tourist in solche Streitigkeiten involviert (zumindest ist mir davon nichts bekannt). Im Gegenteil, man weiß den Wert um den Tourismus und möchte gar nicht, dass solche Themen nach außen dringen.

Es gibt jedoch nicht nur die Fehde, auch ein wenig Aberglaube ist noch lebendig. Neben unserem Haus war ein Rohbau in welchem Tagsüber ein älteren ägyptischen Paar seine Zeit verbrachte. Wir man mir nun mitteilte hat dieser Mann den bösen Blick, man müsse vorsichtig sein. Als ich mich (scherzhaft) danach erkundigte ob dieser Mann zu buchen sei, schließlich verdient auch in D so manch einer einen bösen Blick, schaute man mich sehr erstaunt und vehement verneinend an. Als ich mich nach dem Gegenpart, dem guten Blick, erkundigte wurde mir anerkennend mitgeteilt, dass ich doch eine ganze Ägypterin sei.

Während die einen sich also befehden, versuchen die anderen ihre Pilgerfahrt nach Mekka zu unternehmen, die sogenannte Haddsch. Wer zurückkehrt von dieser Fahrt teilt dies gerne allen mit, ganze Hauswände berichten davon.










Meinen Lieblingstempel, das Ramesseum, habe ich natürlich auch wieder besucht. Ich sehnte mich nach ein wenig Ruhe und innerer Einkehr, war aber nicht alleine. 

Und vor uns war auch schon jemand da:


Es war verdammt heiß, nach dem Besuch des Tempels war eine Menge neue Flüssigkeit gefragt. Dafür ging es in ein wirklich hübsches Café mit offenen Wänden...




... was ein wenig zum Schmunzeln animiert. Und trotzdem, das Klimagerät schaffte es ein wenig kühle Luft zu produzieren, zumindest direkt davor war es gleich viel angenehmer. Nein, wieviel Strom diese Gerätschaft benötigt ist nicht bekannt.




Diese arabischen Holzpüppchen zierten in unserem Schlafzimmer die Nachtschränkchen. Ich war ganz angetan von diesen doch eher unkitschigen Schönheiten. Zwei (nicht diese Beiden) haben die Reise ins ferne Deutschland mit mir angetreten.

Hier nun die letzte große Bilderflut von der Westbank. In Teil 4 befinde ich mich wieder in Hurghada bevor der Flieger Richtung Heimat startet.







 
 







Kommentare:

  1. Dein Beitrag ist sehr interessant und die Fotos sehr eindrucksvoll. Gerade gestern haben wir wieder über Ägypten und die Unruhen gesprochen, da ein Teil der Familie dort in den Herbstferien hin fliegt...

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  2. Ich danke dir. Ich werde Ende des Jahres wieder dorthin fliegen. Bisher habe ich keine Angst. Ich bin aber auch viel mit Ägyptern unterwegs und fühle mich daher sehr sicher, da sie meine Ohren sind. Ich hoffe, das ist kein Trugschluss.

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