Totgesagte leben länger



Diese Fassade wird mir die nächste Zeit erspart bleiben. Mein Vater hat sich ein wenig erholt und kommt morgen in einem anderen Krankenhaus für 2 - 3 Wochen in die Geriatrie. 
Hört sich irgendwie alles besser an als es ist. Mein Vater hat ein Aneurysma (das Dritte!) unter dem Zwerchfell. 
Die Ärzte kratzen sich ein wenig am Kopf. Die Radiologen sagten das Ende voraus, jetzt kann es noch Monate dauern, oder morgen schon vorbei sein. 
Wie bekannt möchte mein Vater nicht operiert werden, die Ärzte wollen auch nicht, blickt man auf die Gesamtkonstitution meines Vaters.

Heute habe ich mich entschlossen mich gar nicht vor die Tür zu begeben. Lange schlafen, ein wenig Lesen und Luft holen stand und steht auf dem Programm, die Situation bleibt angespannt. Normales Leben in einer abnormalen Situation. Auch doof.

Kommentare

  1. In abnormalen Situationen muss man versuchen, sich ein wenig Normalität zu erhalten... nur so ist das Abnormale dann auch irgendwie zu verkraften!

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    1. Stimmt, man muss versuchen sich ein wenig Normalität zu erhalten. Deswegen bin ich heute zu Hause, bearbeite Bilder und koche lecker.

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  2. Ich bin leider zu weit weg, um dich zu bekochen und ein wenig zu verwöhnen. Aber versprich mir bitte, nicht vor lauter Grübeln das Essen zu vergessen. Es hilft keinem, wenn du irgendwann kraftlos zusammen klappst. Fühl dich von uns geknuddelt.

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    1. Das verspreche ich dir. Ich versuche jetzt wieder normal zur Arbeit zu gehen und Alltag zu leben, hilft ja nix. Heute gibt es auch was Leckeres zu Essen, muss ja die Distanz zu euch kompensieren.

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  3. Ach ja, Normalität zu bewahren in einer solchen Situation - das habe ich ja in diesem Jahr gleich zwei Mal üben dürfen und bin doch irgendwann gescheitert. Langsam prokele ich mich aus meiner Lähmung heraus. Mal sehen, wann ich mit meinem Leben wieder umgehe, als ob es wirklich meines wäre.
    Dir alles Gute! Du bist auf jeden Fall nicht allein.
    Bon week- end!
    Astrid

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