15. August 2016

Auf den Kater gekommen

Genauer gesagt, auf zwei Kater gekommen. Seit 5 Wochen, auf den Tag. 


Mr. Moh, ungefähr 5 Jahre alt
Tinkerbell, circa 12 Jahre jung

Nach einigen Jahren ohne Tiere (ich hatte früher Wellensittiche), sollten es nun Katzen sein. 
Es begann die Suche nach zwei gebrauchten Wohnungskatzen aus dem Tierheim / dem Tierschutz.
Gar nicht mal so einfach heutzutage. Stellen einige Tierschutzvereine doch Anforderungen an die Haltung von Wohnungskatzen, denen man nicht unbedingt gerecht werden kann. Ein Balkon muss vorhanden sein, besser noch ein Garten. Eingezäunt und eingenetzt. Schade, all das habe ich nicht. 
Es geht aber auch anders. Vor also genau 5 Wochen fuhr ich auf gut Glück zum Tierschutz Krefeld, stellte meine Suchanfrage und erklärte meine wohnlichen Gegebenheiten. Alles kein Problem. Man meinte die passenden Wohnungskater für mich zu haben und ich konnte mich mit den genannten Katzen in Ruhe vertraut machen. Beide Herren schienen interessiert und ließen sich streicheln, wir waren uns wohl direkt sympatisch.
Manchmal geht es dann doch schneller als man denkt. Denn ich konnte die beiden direkt mitnehmen. Natürlich erst nachdem ein Bogen ausgefüllt war und die Tierle bezahlt waren. 
Transportkisten wurden mir geliehen, zwei einfache Katzenklos geschenkt. Für den weiteren Verlauf hatte ich einen Freund angerufen, der mir am Nachmittag unter die Arme griff.
Auf dem Rückweg schnell Katzenstreu gekauft und ab nach Hause. Die WCs für die Herren herrichten und den Dingen ihren Lauf gelassen.
Tinkerbell machte direkt eine Wohnungsbesichtigung, Mr. Moh verschwand ersteinmal unter meinem Bett. Sicher ist sicher.
Zeit also um sich mit dem Nötigen einzudecken. Kratzbaum, Futter, Spielzeug. 
Das war es dann eigentlich. Mr. Moh hat in der ersten Nacht bereits die Örtlichkeit gewechselt. Aus "unter dem Bett" wurde "auf dem Bett". Rechts neben meinem Kopf scheint es nett zu sein. Beide haben ein Auge auf diesen Platz, meist gewinnt Mr. Moh. 

Die Beiden sind übrigens wirklich waschechte Wohnungskatzen. Ein Platz am Fenster, gerne auch geöffnet (mit einem stabilen Fliegengitter versehen), oder auf dem Kratzbaum unterm Dachflächenfenster, wurden bisher nicht bemängelt. Randale gab es auch nicht. Das Veluxfenster kann zum Lüften geöffnet werden, ein Katzennetz sichert die Öffnung und verleiht dem Zimmer einen maritimen Flair. Ich sollte mir vielleicht noch Seesterne und Fische ins das Netz dekorieren.

 
 
Blödsinn haben die Beiden bisher keinen angestellt. Man kratzt (fast) nur am Kratzbaum, schmust und schläft und ist neugierig. So weit, so gut.
Natürlich erlebe ich auch den anderen Alltag. Katzenhaare wurden ausgespuckt und man haart sowieso ungemein. Das Streu wird mit den Pfoten schön durch die Wohnung getragen. Übersetzt heißt das, es ist sauberer als vorher. Spätestens alle 2 Tage wird gesaugt oder gefegt. Das Streu jeden Tag mit dem Kehrblech beseitigt. 
 

Nachdem Tinkerbell mit Durchfall auf sich aufmerksam machte, wurden beide Samtpfoten dem Tierarzt vorgestellt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Futterunverträglichkeit. Zusätzlich haben beide Talgabsonderungen in den Ohren. Da Beide von einem Besitzer kommen, kann ein zurückliegender Milbenbefall die Ursache sein. 
Es gibt aktuell hypoallergenes Futter, welches glücklicherweise sehr gerne verspeist wird und einmal täglich Ohrentropfen, um die Ohren zu reinigen. Gut, das mit den Tropfen ist nicht so der Renner und ich mache mich dabei wohl eher unbeliebt. Bisher habe ich die Tropfengabe ohne Kratzer überstanden (gewusst wie, he, he) und die Abstände in denen man mir danach grollt werden kürzer. 

Natürlich sind die Mr. Moh und Tinkerbell überaus fotogen.
Von Tinkerbell gibt es die ersten Bilder auf isabelle fotografiert. Bilder von Mr. Moh sind in Vorbereitung.


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